So läuft ein Hausbesuch ab

Jemanden in die eigene Wohnung zu lassen, ist etwas anderes, als in eine Praxis zu gehen. Damit Sie wissen, worauf Sie sich einlassen, hier der Ablauf – Schritt für Schritt.

1. Ihr Anruf oder Ihre Nachricht

Sie schildern mir kurz, worum es geht – am Telefon oder über das Kontaktformular. Bin ich gerade bei einem Termin, sprechen Sie einfach auf den Anrufbeantworter, ich rufe zurück. Wir klären dabei, ob Ihr Wohnort in meinem Einzugsgebiet liegt und was die Behandlung kosten würde. Das kostet Sie nichts.

2. Das Erstgespräch bei Ihnen zu Hause

Beim ersten Termin nehme ich mir etwa eine Stunde Zeit. Wir sprechen über Ihre Vorgeschichte, Ihre Beschwerden und darüber, was Ihnen im Alltag am meisten fehlt. Anschließend schaue ich mir gemeinsam mit Ihnen Ihre Wohnung an – wo sind Stolperstellen, wo fehlt ein Haltegriff, wie kommen Sie ins Bad. Diese Analyse ist die Grundlage für alles Weitere.

3. Ziele festlegen

Aus dem Gespräch leiten wir gemeinsam ab, woran wir arbeiten. Wichtig ist mir, dass die Ziele von Ihnen kommen und nicht von mir: Wieder allein die Treppe schaffen. Das Hemd selbst zuknöpfen. Sicher auf den Wochenmarkt gehen. Wir formulieren sie so konkret, dass wir später überprüfen können, ob wir vorankommen.

4. Die laufende Behandlung

Danach kommen wir in einen Rhythmus – häufig ein bis zwei Termine pro Woche. Ich bringe alles Nötige mit; Sie brauchen nichts anzuschaffen. Zwischen den Terminen gebe ich Ihnen kleine Übungen mit, die in Ihren Tagesablauf passen und keine Geräte brauchen.

5. Regelmäßig nachjustieren

In Abständen schauen wir, wo Sie stehen. Was gut läuft, bauen wir aus. Was nicht funktioniert, ändern wir. Wenn ein Ziel erreicht ist, setzen wir ein neues – oder wir beenden die Behandlung. Ich halte niemanden länger in Therapie, als es sinnvoll ist.

Häufige Sorgen vorweg

„Ich muss vorher aufräumen."

Müssen Sie nicht. Im Gegenteil: Ich möchte sehen, wie es bei Ihnen normalerweise aussieht – nur so erkenne ich, wo im Alltag die Schwierigkeiten liegen.

„Muss ich etwas vorbereiten?"

Nein. Legen Sie sich höchstens vorhandene Arztberichte oder eine Medikamentenliste bereit, wenn Sie mögen. Alles andere bringe ich mit.

„Dürfen Angehörige dabei sein?"

Sehr gerne. Gerade beim Erstgespräch ist es oft hilfreich, wenn jemand mit dabei ist – vieles lässt sich zu zweit besser einordnen, und Angehörige können Übungen später begleiten.

„Was, wenn es mir nicht passt?"

Dann sagen Sie es. Sie gehen mit dem Erstgespräch keine Verpflichtung für weitere Termine ein.

Bereit für den ersten Schritt?

Ein Anruf genügt. Meist kann ich einen Termin innerhalb von ein bis zwei Wochen anbieten – und ein Rezept brauchen Sie dafür nicht.